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Politisches Wirken der Landesgruppe Hessen

Vordringlichstes Ziel war es, die Akzeptanz der Siebenbürger Sachsen im deutschen Volke zu erhöhen, insbesondere den demokratischen Parteien sowie der Öffentlichkeit die hohe Bereitschaft zur Integration und zum Aufbau des neuen Staates zu vermitteln. Durch fleißige Arbeit und hohes Engagement ist dies hervorragend gelungen. Die Siebenbürger Sachsen haben überzeugend gezeigt, dass sie diesen Staat bejahen und sich ihm zugehörig fühlen.

Zusammenarbeit mit dem Bund der Vertriebenen

Vom Anfang ihres Bestehens an hat der Verband, später die Landsmannschaft auf enge Kooperation mit dem Bund der Vertriebenen gesetzt und durch dessen Solidarität viele ihrer Ziele verwirklicht. Auch in Hessen reicht die Zusammenarbeit weit zurück. Auf Anregung des BdV wurde 1995 auf dem Gelände des Darmstädter Waldfriedhofs ein Mahnmal zum Gedenken an die Opfer von Flucht, Deportation und Vertreibung infolge des Zweiten Weltkrieges errichtet. Dort erinnert das Wappen unserer Heimat an die siebenbürgischen Opfer.

Betreuung der Spätaussiedler

Als weitere Siebenbürger Sachsen zwecks Familienzusammenführung in die Bundesrepublik Deutschland zuzogen, galt es, die Ankommenden über die neuesten gesetzlichen Bestimmungen, über ihre Rechte und Pflichten etc. aufzuklären und ihnen im neuen Umfeld beratend und helfend zur Seite zu stehen. Deshalb hielt die Bundesleitung Seminare und Tagungen ab, in denen die Zuständigen der Landesgruppen über die jeweils geltenden rechtlichen Bestimmungen für die Aufnahme von Rumäniendeutschen aufgeklärt und geschult wurden. Von nicht zu unterschätzender Bedeutung waren die von der Landesgruppe Hessen eingerichteten „Empfangsdienste“ am Flughafen Rhein-Main sowie am Frankfurter Hauptbahnhof. Eine telefonische Nachrichtenkette über Wien, Nürnberg bis Frankfurt kündete die Ankunft der Aussiedler an.
Als die Aussiedlerwelle Mitte der 70er Jahre anschwoll und vor allem über den Flughafen Rhein-Main ablief, nahm der Landesvorstand den „Empfangs- und Betreuungsdienst“ kritisch unter die Lupe und schloss entstandene Lücken.
Das Landesvorstandsprotokoll vermerkt: 1978 waren bis zum Jahresende 7.000 Personen als Aussiedler registriert; Ende 1982 bereits 60.000 Deutsche aus Rumänien ausgesiedelt. Parallel dazu erhöhte sich auch der Beratungsbedarf durch die Landesgeschäftsstelle erheblich, ging aber später deutlich zurück.