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1. Erstes Zusammenfinden


Die Anfänge der Kreisgruppe liegen in den ersten Nachkriegsjahren, doch ist es den Befragten nicht mehr genau erinnerlich, wann die ersten Zusammenkünfte stattfanden. Es dürfte 1948-49 gewesen sein. Treibende Kraft war zunächst der siebenbürgische Rechtsanwalt Alzner, der seine Landsleute aus Wiesbaden und der Umgebung zu losen Treffen zusammenrief. Seine Unterstützung war bei der ersten Eingliederung hilfreich. Da es in jenen Jahren buchstäblich ums nackte Überleben ging, bestand das Bedürfnis gegenseitiger Anlehnung und Mitteilung. Die Zusammenkünfte begannen im Bahnhofsrestaurant, die Aufforderung dazu erfolgte durch mündliche Verständigung im Bekanntenkreis, verschiedentlich auch durch die Presse.

So fanden die Siebenbürger auf Initiative Einzelner, aber aus eigenem Antrieb, langsam zusammen, ohne dass eine Organisation hinter ihnen gestanden hätte. In dieser Zeit bestanden enge Verbindungen zu den Aktiven in Frankfurt. Anlaufstelle in Wiesbaden waren zunächst Lehrer Hermann Weber und seine Ehefrau. Bei diesen suchten unsere Leute Information und Hilfe, oder einfach Trost. Lehrerin Erna Höhr versammelte eine Frauengruppe um sich, die mit kultureller Tätigkeit begann. In diesem Kreise wurde gesungen, auch hörte man Vorträge über Literatur, Geschichte und Brauchtum.